Dieser Rechner schätzt Ihren Blutalkohol nach der Widmark-Formel und zeigt eine Spanne, keine exakte Zahl. Er verwendet die festen Verteilungsfaktoren 0,7 für Männer und 0,6 für Frauen und 10 Prozent Resorptionsdefizit, wie sie in der rechtsmedizinischen Literatur beschrieben sind (Seidl et al. 2000). Für den Abbau rechnet er mit 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde (Jones 2010). Ob Sie fahren dürfen, kann kein Rechner sagen.

Geschlecht
Getränke
  • Bier 0,5 l (5 %) 0
  • Bier 0,33 l (5 %) 0
  • Wein 0,2 l (12 %) 0
  • Sekt 0,1 l (11 %) 0
  • Schnaps 2 cl (40 %) 0
  • Longdrink mit 4 cl (40 %) 0

So rechnet der Rechner

Schritt 1: Gramm Alkohol. Menge in Millilitern × Alkoholgehalt in Prozent ÷ 100 × 0,8 (Dichte von Alkohol). Ein halber Liter Bier mit 5 Prozent: 500 × 0,05 × 0,8 = 20 Gramm.

Schritt 2: Widmark-Formel. Promille = Gramm Alkohol × 0,9 ÷ (Körpergewicht × Verteilungsfaktor). Der Faktor 0,9 steht für das Resorptionsdefizit von 10 Prozent: Ein Teil des Alkohols gelangt nicht ins Blut. Der Verteilungsfaktor beträgt 0,7 für Männer und 0,6 für Frauen, weil Frauen im Schnitt weniger Körperwasser haben.

Schritt 3: Abbau. Ab dem ersten Glas zieht der Rechner 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde ab. Der obere Wert der Spanne steht für langsamen, der untere für schnellen Abbau. Nach einer Übersichtsarbeit der forensischen Toxikologie liegt der Abbau bei Gelegenheitstrinkern meist zwischen 10 und 20 mg/100 ml pro Stunde, das sind grob 0,1 bis 0,2 Promille (Jones 2010).

Beispiel: Ein Mann mit 80 Kilogramm trinkt drei halbe Liter Bier. Das sind 60 Gramm Alkohol und ein Höchstwert von rund 0,96 Promille. Zwei Stunden nach dem ersten Glas schätzt der Rechner 0,56 bis 0,76 Promille. Das liegt über der 0,5-Promille-Grenze.

Warum der Rechner nur schätzt

Die feste Widmark-Formel ist eine Vereinfachung. Rechtsmediziner haben gezeigt, dass individuelle Verteilungsfaktoren aus Größe und Gewicht genauere Werte liefern als die starren Faktoren 0,7 und 0,6 (Seidl et al. 2000). Dazu kommen Einflüsse, die kein Rechner kennt:

  • Essen: Mit vollem Magen geht der Alkohol langsamer ins Blut, der Höchstwert kommt später.
  • Trinkgeschwindigkeit: Wer schnell trinkt, erreicht höhere Spitzen.
  • Gewöhnung: Bei regelmäßigem starkem Trinken kann der Abbau schneller sein, die Wirkung wird aber schlechter wahrgenommen.
  • Medikamente und Krankheiten, vor allem der Leber.
  • Restalkohol vom Vorabend.

Hinzu kommt: Die Wirkung hängt nicht nur vom Wert ab. Schon ab 0,2 Promille setzt nach Angaben der Präventionskampagne „Kenn dein Limit“ eine Enthemmung ein, ab 0,5 Promille nehmen Reaktion und Konzentration erheblich ab (kenn-dein-limit.de). Und Betrunkene merken die Veränderung selbst später als andere.

Die Promillegrenzen im Überblick

WertFolge am Steuer eines Kraftfahrzeugs
über 0,0 ‰verboten für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21 Jahren: 250 € (§ 24c StVG)
ab 0,3 ‰mit Fahrfehlern oder Ausfallerscheinungen Straftat (relative Fahruntüchtigkeit)
ab 0,5 ‰Ordnungswidrigkeit: 500 €, 1 Monat Fahrverbot, 2 Punkte (§ 24a StVG)
ab 1,1 ‰absolute Fahruntüchtigkeit: Straftat, Entziehung, Sperrfrist (§ 316 StGB)
ab 1,6 ‰zusätzlich MPU-Pflicht, auch mit dem Fahrrad (§ 13 FeV)

Die Einzelheiten, auch für Radfahrer und Wiederholungstäter, stehen unter Promillegrenzen. Wann die MPU droht, steht unter MPU wegen Alkohol.

Was beim Abbau nicht hilft

Kaffee, kalte Dusche, frische Luft, Schlaf oder viel Wasser senken den Promillewert nicht. Sie können sich danach wacher fühlen, der Alkohol im Blut ist aber derselbe. Nur Zeit hilft. Wer abends viel getrunken hat, kann morgens noch über 0,5 Promille haben.

Datenschutz

Der Rechner läuft vollständig in Ihrem Browser. Ihre Eingaben werden nicht gespeichert und nicht übertragen.

Quellen

Der Promillerechner ersetzt keine Messung und ist keine Erlaubnis zu fahren. Im Zweifel: Taxi, Bus, Bahn oder jemand, der nüchtern ist.